Breitensport mit dem Pferd ist im Grunde reiner Freizeitsport. Den Pferdefreunden geht es dabei in erster Linie um Freude mit dem Partner Pferd - am Ausritt, am Wanderritt oder auch an der Teilnahme an Wettbewerben, die von der Geschicklichkeit und Harmonie von Reitern und Pferden abhängen. Leistungssport ist das nicht, aber Freizeitsport im besten Sinne, der ein wenig Reiz durch den fröhlichen Wettbewerb bekommt.

Diese Variante des Pferdesports bietet den Pferdefreunden Ausgleich von Bewegungsmangel und beruflicher Anspannung und fördert auch die Gesundheit. Spaß und Freude stehen also im Vordergrund, weil sich Gleichgesinnte treffen und Gefallen am gemeinsamen Reiten haben, aber immer mit dem Anspruch auf gute Ausbildung von Reitern und Pferden. Das tut auch den Pferden gut und hält sie als Sportpartner gesund und fit. Gerade für den Breitensport bieten sich vielfältige Lehrgänge an, die die Grundkenntnisse und Fertigkeiten fördern zum Beispiel im Basispass Pferdekunde, der das Wissen rund ums Pferd vermittelt oder beim Deutschen Reitpass, der sich vor allem dem Reiten in der Natur widmet.

Im Pferdesportverband Baden-Württemberg sind aktuell 100.609 Mitglieder in 876 Pferdesportvereinen organisiert. Davon besitzen „nur“ 9.827 Reiterinnen und Reiter sowie Fahrer eine Lizenz für den Turniersport: 9,77 Prozent der Mitglieder nehmen also am Turniersport teil. Über 90 Prozent der Pferdesportler betreiben ihr Hobby ohne Anspruch auf Leistungssport. Das also ist das Wesen des Breitensports: Umgang, Aus- und Weiterbildung und Freude mit dem Pferd ohne Leistungsdruck.


Merkblatt für breitensportliche Veranstaltungen

Merkblatt_Breitensportliche_Veranstaltung_bei_Sondermitglieder.pdf (79,3 kB)

Wettbewerb "Pferdefreundlichste Gemeinden und Regionen" startet wieder

von Miriam Abel

Warendorf (fn-press). Pferdesteuer hin oder her: Die Zahl der den Pferdefreunden wohlgesonnenen Städte und Gemeinden ist weitaus größer als die derer, die auf Kosten der Pferdeleute ihre maroden Haushalte sanieren wollen. Und viele unterstützen Pferdesport und –zucht. Als Anerkennung der pferdefreundlichen Städte und Gemeinden vergeben die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und die Landespferdesportverbände alle vier Jahre den Titel „pferdefreundliche Gemeinde“ und „pferdefreundliche Region“. Jetzt beginnt wieder die Bewerbungsphase. Bewerbungsschluss für die Auszeichnung 2018 ist der 30. Juni 2017.

Schätzungsweise 1,2 Millionen Pferde leben in Deutschland. Pferde, die von 690.000 Mitgliedern in den rund 7.600 Pferdesportvereinen als Freizeit- und Sportpartner betreut werden; Pferde, die bei Züchtern aufwachsen und für den Fortbestand der Population sorgen; Pferde, die der Landwirtschaft, dem Fremdenverkehr und Tourismus wichtige Einnahmequellen bieten; Pferde, die als Kulturgut die Landschaft prägen und bereichern.

Der Wettbewerb „Pferdefreundliche Gemeinde/Region“ basiert auf der Idee, dass Pferdehaltung und Pferdesport in immer dichter besiedelten Regionen, in Zeiten landwirtschaftlicher Umstrukturierungen und schließlich unter der Berücksichtigung der Bedürfnisse des Natur- und Landschaftsschutzes ohne günstige Rahmenbedingungen nur schwerlich gedeihen. Diese günstigen Rahmenbedingungen müssen vielfach erst durch Kommunen geschaffen werden. Aus diesen Gründen entstand Ende der 80er Jahre dieser Wettbewerb; Die ersten Titel wurden im Jahre 1991 vergeben.

Ausgezeichnet werden Maßnahmen von Gemeinden und Regionen, die die Ausübung von Pferdehaltung, -sport und -zucht fördern. Dabei können beispielsweise die Bereitstellung und Unterstützung bei der Beschaffung von Flächen als auch die Förderung und Planungshilfe von Bau und Betrieb von Anlagen für fachgerechte Pferdehaltung eine Rolle spielen. Aber auch die Planung, Ausweisung, Herrichtung und Unterhaltung von Reitwegen und Anbindung an das überörtliche Wegenetz oder die landschaftsgerechte Einbindung von Pferdesport- und Pferdezuchtanlagen unter Berücksichtigung des ökologischen Gleichgewichts gehören zum umfangreichen Kriterienkatalog der Ausschreibung. Gewürdigt werden ebenso Leistungen aus dem Bereich „Kinder und Jugendliche, Soziales, Migration, Inklusion und Gesundheit“ wie Kooperationen mit Kindergärten und Schulen, Verzahnung von Schulentwicklungs- und Jugendhilfeplanung mit dem Kulturgut Pferd wie zum Beispiel Reiten als Schulsport, die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf oder körperlichen und geistigen Behinderungen (therapeutischen Reiten und Hippotherapie) sowie die Verwirklichung sozialer Integration, durch Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen auch im außerschulischen Bereich. Nicht zuletzt zählen Maßnahmen wie die Förderung und Einbindung von Gesundheitssportanbietern mit speziellen Angeboten für Erwachsene mit dem Schwerpunkt Reiten als Gesundheitssport zu den auszeichnungswürdigen Leistungen.

Interessierte Gemeinden, Städte, Kreise und Regionen können die Ausschreibung „Pferdefreundliche Gemeinde/Region 2018“ im Internet unter www.pferd-aktuell.de herunterladen oder bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Abteilung Breitensport/Vereine/Betriebe, 48229 Warendorf, Telefon 02581/6362-537, Telefax 02581/6362-7537, E-Mail cspickhoff@fn-dokr.de oder bei den Landespferdesportverbänden anfordern.

„Tag der offenen Stalltür“ am 01. Mai 2016 - Anmeldeschluss für Vereine und Betriebe verlängert

von Miriam Abel

Noch bis zum 15. April können sich Pferdesportvereine und Pferdebetriebe als Veranstalter für den bundesweiten „Tag der offenen Stalltür“ anmelden. Zwar hat schon eine Vielzahl von Vereinen und Betrieben ihre Teilnahme bestätigt, aber je mehr lokale Veranstalter am 1. Mai ihre Stalltüren öffnen, desto größer wird der Erfolg für den Pferdesport in Deutschland und davon profitiert auch jeder einzelne. Daher verlängern die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und die Landespferdesportverbände als Initiatoren den Anmeldeschluss um acht Wochen.

Dennoch lohnt es sich, nicht bis zuletzt zu warten: Wer als Veranstalter vom kompletten Werbepaket profitieren möchte, dessen Anmeldung muss bis zum 4. März beim zuständigen Landespferdesportverband oder der FN eingegangen sein. Das Paket umfasst unter anderem mit der eigenen Adresse personalisierte Poster und Flyer zur Besucherwerbung und eine Druckvorlage für Anzeigen. Wer diesen Termin verstreichen lässt, erhält zwar auch Werbematerialien – jedoch ohne Personalisierung mit der Vereins- oder Betriebsadresse.

Mitmachen kann jeder Verein und jeder Pferdebetrieb, der Mitglied in einem Landespferdesportverband ist. Nach Anmeldung erhält jeder Veranstalter zusätzlich zu einem Werbepaket seiner Wahl, ein umfangreiches Organisationspaket mit praktischen Tipps, einem Ideenpool zur Gestaltung sowie Checklisten für die Organisation und Hinweisen zur Pressearbeit vor Ort.

FN und Landespferdesportverbände haben den „Tag der offenen Stalltür“ ins Leben gerufen, um an einem festen Termin bundesweit einheitlich unter dem Motto „Komm zum Pferd“ für das Pferd und den Pferdesport zu werben. Gleichzeitig kann jeder teilnehmende Verein und Betrieb den Tag nutzen, um neue Mitglieder oder Kunden, Reit- oder Voltigierschüler zu gewinnen oder um einfach die Beziehungen zu Nachbarn, Freunden und Förderern zu pflegen.

Das Anmeldeformular sowie weitere Informationen zum „Tag der offenen Stalltür“ gibt es bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) im Internet unter www.kommzumpferd.de oder in der Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe bei Martin Otto, Telefon 02581 /6362-211, E-Mail motto@fn-dokr.de.

"Ü35 - fit fürs Turnier"

von Miriam Abel

FN bezuschusst Informations- und Sichtungstage für Ü35-Reiter

Warendorf (fn-press). Nachwuchsförderung, Jugendserien und Juniorencups – das Angebot für die nachrückende Generation an (Turnier-)Reitern ist groß. Doch was ist mit der wachsenden Gruppe der Pferdesportler „Ü35“? Auch sie wollen ihr Können gerne unter Beweis stellen. Doch gerade Spät- und Wiedereinsteigern fehlen oft der Mut und die passende Gelegenheit, sich dem Leistungsvergleich zu stellen. Mit der Aktion „Ü35 -  fit fürs Turnier“ unterstützt die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) Vereine und Betriebe, die ihren Ü35ern gezielt Informations- und Sichtungstage anbieten.

„Unsere Erfahrung mit dem Ü35-Schulpferdecup hat gezeigt, dass für Spät- und Wiedereinsteiger die Hemmschwelle oft groß ist, an Turnieren teilzunehmen. Viele kennen sich mit den Regularien nicht aus, wollen nicht gegen Jugendliche antreten oder haben Angst sich zu ‚blamieren‘“, sagt Thomas Ungruhe, Leiter der FN-Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe. Mit der neuen Aktion soll nun ein Angebot geschaffen werden, dass es der Zielgruppe Ü35 ermöglicht, unter sich und in der vertrauten Umgebung vor einem versierten Richter vorzureiten und das eigene Können bewerten und einordnen zu lassen. „Im zweiten Schritt gehört dann auch eine Beratung dazu: Wie könnte der passende Turniereinstieg aussehen, welches ist der geeignete Wettbewerb oder die geeignete Prüfung, wie sollte man weiter vorgehen.“

Im Rahmen der Aktion „Ü35 - fit fürs Turnier“ werden die Richterkosten für insgesamt 30 solcher Informations- und Sichtungstage bundesweit von der FN mit 150 Euro bezuschusst. Der Antrag auf einen Zuschuss erfolgt formlos über den jeweiligen Landespferdesportverband. Nach positivem Bescheid kann der Termin ausgeschrieben werden. Grundlage für die Abrechnung ist eine unterschriebene Teilnehmerliste, das Geld fließt direkt an den eingesetzten Richter. Pro Verein und Betrieb kann zunächst nur ein Termin berücksichtigt werden. Hb

Baden-Württemberg gewinnt Effol-Länderteamwertung

von Miriam Abel

Mannschaftswettbewerbe beim 6. Bundespferdefestival

Ellwangen (fn-press). Für den Bundescharakter des 6. Bundespferdefestivals, das am ersten Augustwochenende im baden-württembergischen Ellwangen ausgetragen wurde, sorgte die Effol-Länderteamwertung. Zur Freude der Gastgeber holte sich die Mannschaft aus Baden-Württemberg den Sieg.

Ein Team bestand aus zwei bis vier Reiter-Pferd-Paaren. Diese mussten in mehreren vorgegebenen Wettbewerben ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen und Punkte sammeln. In der Länderwertung waren auch Teams von Regionalverbänden zugelassen. Zudem gab es eine Effol-Wertung für freie Teams.

Ergebnis Effol-Länderwertung (Länder- und Regionalteams)
1. Baden-Württemberg; 61 Punkte
2. Mittelfranken, 59
2. Hessen-Kreisreiterbund Bergstraße, 59
4. LV Schleswig-Holstein, 57
5. Spreng Team Bayern, 53
6. Regionalverband Württemberg, 51
7. Regionalverband Schwaben, 43
8. Regionalverband Nordbaden, 42

Ergebnis Effol-Wertung Freie Teams
1. Team Hessen, 73
2. Team Ipf- und Jagstzeitung, 64
3. Breitensportreiter Filstal, 54
4. Die Mauker (Mittelfranken), 53
5. KRV Neu-Ulm, 48
6. Pferdefreunde Wertachau, 29
7. Team Schrankenschneiderhof, 19

6. Bundespferdefestival: 40.000 begeisterte Zuschauer

von Miriam Abel

Veranstalter ziehen positive Bilanz

Ellwangen (fn-press). Das war ein Wochenende der Extreme. Extreme Wetterbedingungen, extrem vielseitige Wettbewerbe und extrem begeisterungsfähige Teilnehmer, Besucher und Helfer: Beim 6. Bundespferdefestival in Ellwangen trotzen Zwei- und Vierbeiner dem Wechsel von Hitze und Regenfluten mit Hageleinstreu. Die rund 40.000 Besucher, die sich locken ließen, erlebten eine bunte Welt der Pferde und machten die Veranstaltung zu einem Erfolg.

Ob unter dem Sattel, ob vor der Kutsche, ob an der Longe, ob an der Hand: Das Bundespferdefestival bewies sich einmal mehr als Schaufenster des Breitensportes mit dem Pferd. Drei Tage lang gaben Reiter, Fahrer, Voltigierer und Züchter Einblick in die vielseitigen und phantasievollen Möglichkeiten, seine Freizeit mit Pferden und Ponys zu verbringen. Auf zwölf Plätzen zentral in Ellwangen gelegen gaben die 800 Teilnehmer bei über 70 Wettbewerben alles. Einsteiger konnten ihre ersten Versuche auf dem Pferderücken in teilweise geführten Wettbewerben zeigen. Geschicklichkeit galt es in den Allroundreiter-Wettbewerben und Springwettbewerben zu zeigen. Teamgeist und Phantasie waren in den Dressurwettbewerben gefragt. Turnen auf dem Pferderücken sahen die Zuschauer beim Gruppenvoltigieren. Hinzu kamen diverse Angebote für Fahrfreunde, für Westernreiter und Wanderreiter. Manchmal ging es ruhig zu, manchmal rasant und laut wie zum Beispiel bei den Mounted Games Reitern. Und fast immer war es bunt. In Wettbewerben mit Verkleidung und Kostümen – auch für die Pferde - lebten die Teilnehmer sehr zur Freude der Besucher ihre ganze Phantasie aus. Sich präsentieren und ausprobieren war das Motto der meisten Teilnehmer, die oft in mehreren Wettbewerben starteten und Schnupperangebote nutzten. Für den Bundescharakter der Veranstaltung sorgten die FN-Effol-Länderteamwertung, die FN-Bundesstutenschau Sportponys sowie das bundesweite Championat des Freizeitpferdes/-ponys.

Vor allem das Wetter forderte Veranstalter und Teilnehmer heraus. Am Samstag sorgte ein Gewitter mit starken Regenfällen sogar für eine einstündige Unterbrechung. Danach war nicht nur alles nass, sondern teilweise auch überflutet. So auch der Paddockplatz, der für viele Teilnehmer und Pferde drei Tage lang das mobile Zuhause sein sollte. Die Stimmung ließ sich aber keiner verderben. Mit Gelassenheit, Improvisation und Organisationtalent wurde das Wetterschicksal gemeistert. Und zum Galaabend „Nacht der Pferde“ zeigte sich der Sommer den 10.000 Abendgästen auch wieder von seiner besten Seite. „Stimmung, Zuschauerzahlen, Organisation: Dieses Festival hat Maßstäbe gesetzt“, lobte Gisela Hinnemann, Mitglied des Präsidiums der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), die Stadt Ellwangen, den Ostalbkreis und den Württembergischen Pferdesportverband, die gemeinsam als Veranstalter das 6. Bundespferdefestival ausrichteten.

Überschattet wurde das Festival durch den Tod eines Pferdes. Nach seinem Auftritt im Schauprogramm des Galaabends brach das Pferd zusammen. Die anwesende Tierärztin konnte nichts mehr für das Pferd tun.

Mehr: www.bundespferdefestival.de

Bildergalerie Breitensport

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