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Besondere Bestimmungen 2019

§ 1    Zuständigkeit

Die Landeskommission für Pferdeleistungsprüfungen (LK) ist nach § 8.2 der Satzung des Pferdesport-verbandes Baden-Württemberg für die in der Leistungsprü¬fungsordnung (LPO), in der Wettbewerbsord-nung (WBO) und in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung (APO) der Deutschen Reiterlichen Vereini-gung (FN) festgelegten Aufgaben so¬wie für Pferdeleistungsprüfungen, die das Tierzuchtgesetz betref-fen, im Auftrag des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR), zuständig und verantwortlich.
Sitz der Geschäftsstelle: Murrstr.1/2, 70806 Kornwestheim, Telefon 07154 / 8328-0, Fax 07154 / 832829, e-Mail: info@pferdesport-bw.de, Internet: www.pferdesport-bw.de.


§ 2    Terminanmeldung

1.    Sämtliche BV/PLS-Veranstaltungstermine müssen von der LK genehmigt werden. Die Genehmi-gung ist schriftlich mit Sichtvermerk (Stempel und Unterschrift) des zuständigen Reiter¬ringes bzw. Pferde¬sportkreises zu beantragen. Sie kann nur dann erteilt werden, wenn der Veranstalter allen bishe¬rigen Verpflich¬tungen nachgekommen ist.
2.    Am Termin der Baden-Württembergischen Meisterschaften für die Disziplinen Dressur und Sprin-gen aller Altersklassen wird die Durchführung von anderen PLS mit Dres¬sur- und/oder Spring-prüfungen der Kl. S** nicht genehmigt (S* Prüfungen für alle Altersklassen können ausgeschrieben werden), für die Disziplin Voltigieren keine anderen Voltigierturniere der Klassen S/M/Junior und Doppelvoltigieren, für die Disziplin Fahren keine andere PLS mit Fahrprüfungen Kl. S.
    Findet termingleich zu den Baden-Württembergischen Meisterschaften ein Turnier mit internationa-len Prüfungen statt, werden in der Disziplin, in der international ausgeschrieben wird, keine natio-nalen Prüfungen genehmigt.
    Am Termin der Meisterschaften eines Regionalverbandes wird in dem betreffenden Regionalver-band die Durchführung einer PLS mit Prüfungen der Kl. S nicht genehmigt.
3.    Termine für internationale PLS sind bis zum 1. August des Vorjahres zu beantragen.
4.    Termine für nationale PLS (reine LPO- bzw. gemischte WBO/LPO-Veranstaltungen) sind bis zum 20. September des Vorjahres zu beantragen.
5.    Im Zeitraum 01.05. - 30.09. können Late Entry Turniere nur von Montag bis Donnerstag (ausge-nommen: Pfingstmontag, Fronleichnam, Christi Himmelfahrt) durchgeführt werden.
6.    Termine für reine WBO-Veranstaltungen (BV) sind mit Sichtvermerk (Stempel und Unterschrift) des zuständigen Reiterrings bzw. Pferdesportkreises einzureichen, entweder:
6.1    6 Wochen vor dem beabsichtigten Veranstaltungsbeginn unter Vorlage der Ausschreibung oder des vorgesehenen Programms in einfacher Ausfertigung, wenn keine Veröffentlichung im Reiter-journal gewünscht wird.
6.2    gemäß Termintabelle unter Vorlage der Ausschreibung, falls eine Veröffentlichung im Reiterjournal gewünscht wird.
7.    Veranstalter, die nach dem 01.12. des Vorjahres ihren Termin verspätet anmelden oder die einen bereits genehmigten Termin verlegen, müssen von den hiervon betroffenen Veranstaltern im Um-kreis von 100 km (Luftlinie) und ihrem PSK/RR eine schriftliche Einverständniserklärung einholen. Für den zu¬sätzlichen Verwaltungsaufwand wird vom anmeldenden Verein eine Gebühr gemäß Ge-bührenordnung er¬hoben.
8.    Turnierabsagen müssen spätestens 4 Monate vor der PLS der LK mitgeteilt werden. Bei späteren Absagen wird zusätzlich zur Grundgebühr eine Gebühr gemäß Gebührenordnung fällig.


§ 3    Genehmigung und Veröffentlichung

1.    Alle Ausschreibungen von BV/PLS bedürfen der Genehmigung der LK. Die Ausschreibungen für PLS müssen gemäß Termintabelle, die im "Reiterjournal" veröffent¬licht wird, in ein¬facher Ausferti-gung bei der LK vorgelegt werden. Sofern die Veröffentlichung einer BV vom Veranstalter ge-wünscht wird, muss die Ausschreibung ebenfalls gemäß Termintabelle vorgelegt werden. Der von der LK dem Veranstalter zur Verfügung gestellte Computerausdruck der letztjährigen Ausschrei-bung ist hierbei zu verwenden. Bei nicht termingerechter Vorlage der Ausschreibung ist, falls eine Veröf¬fentlichung im "Reiterjournal" noch möglich ist, eine Gebühr gemäß Gebührenordnung fällig.
    Nachträgliche zwingende Änderungen bereits genehmigter Ausschreibungen können nur in be-gründeten Ausnahmefällen erfolgen und werden gemäß Gebührenordnung be¬rechnet.
2.    Um Pferdebesitzer, Richter und Teilnehmer vor der Teilnahme an "Nichtgenehmigten Veranstal-tungen" zu schützen, müssen alle Ausschreibungen und die Zeiteinteilung den sichtbaren Ver¬merk tragen: "Genehmigt von der LK für Pferdeleistungs¬prüfungen in Baden-Württemberg am ... unter BW-Nr.: ...“.
3.    Alle Ausschreibungen von PLS werden im offiziellen Organ der LK, im "Reiterjournal", veröffent-licht.
4.    In der Ausschreibung müssen Angaben zu den Platzgrößen und der Bodenbeschaffenheit gemacht werden. Besondere Umstände erlauben es jedoch dem Veranstalter, auf andere Plätze mit anderer Bo¬denbeschaffenheit auszuweichen. Bei sehr großer Entfernung (mehr als 300 m) des Vorberei-tungs¬platzes zum Prüfungsplatz ist ein Hinweis in die Ausschreibung aufzunehmen.
5.    Mit Abgabe der Ausschreibung zur Genehmigung bei der LK müssen grundsätzlich die Richter, Parcourschef und Turniertierarzt (Klinik) benannt werden.
6.    Bei Angabe eines Ausweichtages sind die hierfür vorgesehenen Prüfungen (max. 4) aufzuführen.
7.    Late-Entry Turniere sind grundsätzlich eintägige Veranstaltungen mit nicht mehr als 8 Prüfungen.
8.    Am Wochenende des Landesponyturniers können keine Ponyprüfungen Kl. A (Dressur und Sprin-gen) auf weiteren Pferdeleistungsschauen genehmigt werden.
9.    In der Ausschreibung ist eine Telefonnummer oder Mailanschrift des Turnierleiters anzugeben. Sofern für den Turnierplatz eine GPS-Adresse des Turnierplatzes vorhanden ist, sollte auch die in der Ausschreibung angegeben werden.


§ 4    Breitensportliche Veranstaltungen (BV)

1.    BV sind Vereinsvergleichsveranstaltungen auf der Basis der WBO, die von Vereinen oder Sonder-mitgliedern des Landesverbandes veranstaltet werden.
2.    Bei BV (Reiten, Fahren und/oder Voltigieren) sind Mitglieder und Nichtvereinsmitglieder eines in der Ausschreibung festgelegten Bereichs zugelassen.
2.1    Neben den Vereinen/ Betrieben des Teilnehmerkreises können bis zu 30 Pferdesportler vom Ver-anstalter persönlich eingeladen werden. Der LK-Beauftragte erhält vom Veranstalter die namentli-che Aufstellung dieser persönlich Eingeladenen.
3.    Folgende Bedingungen sind dabei bindend:
3.1    Die Veranstaltung muss als breitensportliche Veranstaltung bezeichnet werden. Die Ankündigung und evtl. Berichterstattung sind entsprechend zu beeinflussen.
3.2    Für WB mit beurteilendem Richtverfahren (Ausnahme: GHP, WB des Abschnitts II 1 (WB im Um-gang mit dem Pferd), II 2 (Geschicklichkeits-WB)) in Dressur-, Spring-, Vielseitigkeits-, Voltigier- und Fahrwettbewerben muss wenigstens ein vollqualifizierter Richter / Richter Breitensport einge-setzt werden. Andere WB können von einem Prüfer Breitensport abgenommen werden. Als Aufsicht auf dem Vorbereitungsplatz ist eine Person (mind. 18 Jahre) mit APO-Ausbilderqualifikation (mind. Trainer C) oder ein Richter/ Prüfer Breitensport einzuteilen. Für den Aufbau des Parcours wird ein Parcourschef oder Parcourschefanwärter empfohlen, zumindest muss eine Person (mind. 18 Jah-re) mit APO-Ausbilderqualifikation (mind. Trainer C) für den Parcoursbau eingesetzt werden. So-fern eine Person (mind. 18 Jahre) mit APO-Ausbilderqualifikation für den Parcoursbau eingesetzt wird, muss bei Wettbewerben mit einer Höhe ab 0,95 m ein Standardparcours gem. Aufgabenheft aufgebaut werden.
3.3    Der Einsatz pro WB ist dem Aufwand des WB anzupassen.
3.4    Die BV der Pferdebetriebe müssen versicherungstechnisch abgesichert sein.
3.5    Pferde, die bei diesen Veranstaltungen gestartet werden, dürfen am selben Tag auf keiner ande¬ren BV/PLS gestartet werden.
3.6    Die teilnehmenden Pferde müssen gegen Influenza-Viren geimpft sein.
    Impfungen gegen Influenzavirusinfektion sind von einem Tierarzt wie folgt durchzuführen und von diesem entsprechend, einschließl. Unterschrift und Stempel, im Equidenpass zu dokumentieren:
A) Grundimmunsierung: Diese besteht aus drei Impfungen. Bei den ersten beiden Impfungen ist ein Abstand von mind. 28 Tagen bis höchstens 70 Tage einzuhalten. Die dritte Impfung ist im Abstand von max. 6 Monaten +21 Tage nach der zweiten Impfung durchzuführen.
B) Wiederholungsimpfungen: Diese sind im Abstand von max. 6 Monaten +21 Tage durchzuführen.
Eine Teilnahme an einer BV oder einem WB ist möglich, wenn
a) bei der Grundimmunisierung die ersten beiden Impfungen erfolgt sind und nach der zweiten Imp-fung 14 Tage vergangen sind,
b) bei Wiederholungsimpfungen und der dritten Impfung der Grundimmunsierung 7 Tage nach der letzten Impfung vergangen sind,
c) bei fehlender Information über die Grundimmunisierung das Pferd in den letzten drei Jahren re-gelmäßig, d.h. im Abstand von max. 6 Monaten + 21 Tagen nachweislich geimpft wurden.
3.7.    In Ergänzung zu Ziffer 14.9 WBO muss ein Sanitätsdienst mit Ausrüstung und/oder Arzt (gemäß LPO § 40.1) anwesend sein. Rufbereitschaft oder Anwesenheit des Turniertierarztes und des Huf-schmiedes liegt in der Eigenverantwortung des Veranstalters.
    LPO § 40.1 Sanitätsdienst und humanmedizinische Versorgung
    - Bei Anwesenheit eines Sanitätsdienstes (mindestens eine Person mit der Mindestqualifikation „Sanitätshelfer“ bzw. Einsatzsanitäter) ist die Anwesenheit eines verantwortlichen Arztes, Ret-tungsassistenten oder Notfallsanitäters sicherzustellen.
    - Bei Anwesenheit eines Sanitätsdienstes (mindestens eine Person mit der Mindestqualifikation „Rettungssanitäter“ sowie eine Person mit der Mindestqualifikation „Sanitätshelfer“ bzw. „Einsatz-sanitäter“) ist die schnellste Einsatzbereitschaft eines verantwortlichen Arztes, Rettungsassisten-ten oder Notfallsanitäters sicherzustellen.
    - Der verantwortliche Sanitätsdienst, Arzt, Rettungsassistent und/oder Notfallsanitäter hat/haben Notfallausrüstung, die geeignet ist, schwerere Verletzungen medizinisch erstzuversorgen.
4.    Bei allen Voltigier-WBs muss der Longenführer mind. Jahrgang 2003 und im Besitz des LA 5 sein.
5.    Die Ausschreibungen bedürfen der Genehmigung der LK. Es fallen Gebühren gemäß Gebühren-ordnung an.
6.    Innerhalb von sechs Wochen nach Veranstaltungstermin sind die Start- und Ergebnislisten der einzelnen WBs bei der LK einzureichen. Diese dienen als Grundlage für die Berechnung der Ge-bühren gem. Gebührenordnung (Ziff. 3.4). Erfolgt keine Rückmeldung werden je ausgeschriebe-nem WB 25,- € berechnet.


§ 5    Trainingsveranstaltungen

Trainingsveranstaltungen dienen der Ausbildung von Teilnehmern und Pferden. Sie sind der LKBW 14 Tage vor dem Durchführungstermin anzuzeigen. Die Anzeige ist gebührenfrei. Dem Veranstalter wird empfohlen, einen qualifizierten Ausbilder zwecks Aufsicht einzusetzen. Es dürfen keine Platzierungen oder Rangierungen vorgenommen werden. Ein Reiten gegen die Uhr sowie die Vergabe von Geld- und Ehrenpreisen ist nicht zulässig.


§ 6    Unerlaubte Veranstaltungen

1.    Alle nicht genehmigten BV/PLS und alle nicht gemeldeten pferdesportlichen Veranstaltungen wi-dersprechen den Bestimmungen der WBO, LPO und der LK.
2.    Veranstalter, Richter, Parcourschefs, Prüfer Breitensport, Teilnehmer und Pferdebesitzer werden gemäß § 920 LPO einer Ordnungsmaßnahme unterworfen.


§ 7    Genehmigungs- und Veröffentlichungsgebühren

1.    Für die Genehmigung von BV/PLS sind Gebühren an die LK zu entrichten. Die jeweils gültige Ge-bührenordnung ist Bestandteil dieser Bestimmungen.
2.    BVs, die nur einen Prüfer Breitensport erfordern, sind gebührenfrei.
3.    Für PSK/RR-Meisterschaften, bei denen ausschließlich Stammmitglieder des entsprechenden PSK/RR bzw. Landesmeisterschaften, bei denen ausschließlich Stammmitglieder aus Baden-Württemberg zugelassen sind, entfallen die Gebühren gem. Ziffer 1 der Gebührenordnung.


§ 8    Abgrenzung der Teilnehmerkreise

1.    In LP bis Kl. M** sind Mitglieder von mindestens 12 Vereinen teilnahmeberechtigt.
2.    In LP der Kl. S sind Stammmitglieder von Vereinen mindestens eines Regionalverbandes zuge-lassen.
3.    Bei LP mit max. Startplätzen ist der Teilnehmerkreis in LP bis Kl. M auf max. 5 PSK/ RR und in Kl. S auf Teilnehmer aus Baden-Württemberg zu begrenzen.
    Bei Wertungsprüfungen für Meisterschaften aller Art und Qualifikationsprüfungen für Serien ist eine Begrenzung der Startplätze nicht zulässig.
4.    In WBO-Wettbewerben sind auch Nichtvereinsmitglieder des in der Ausschreibung genannten Ge-bietes zugelassen, sofern die Ausschreibung nichts anderes vorsieht.
5.    Zusätzlich zum vorgenannten Einzugsbereich kann der Veran¬stalter, ohne dass ein Vermerk in der Ausschreibung angebracht ist, 30 persönliche Einladungen für einzelne deutsche Reiter aus-sprechen. Die persönlich eingeladenen deutschen Pferdesportler müssen evtl. Handicaps (für Rei-ter u./o. Pferd, Toureneinteilung) erfül¬len. Sie sind in allen Prü¬fungen, die für ihre Leistungsklassen offen sind, startberechtigt, d.h. also auch in Prüfungen, die ausschließlich für Stammmitglieder ei-nes PSK bzw. RR offen sind. Das Handicap z.B. "LK 3 nur für den gastgebenden Verein" kann mit einer persönlichen Einladung nicht umgangen werden. Die namentliche Aufstellung der persönlich eingeladenen Teilnehmer sind dem LK-Beauftragten zu Beginn der Veranstaltung zu übergeben und der Ergebnisrückmeldung an die LK beizufügen. Bei Veranstaltungen mit TORIS-Einsatz sind diese persönlich eingeladenen Teilnehmer zusätzlich entsprechend als „Gastreiter“ zu markieren.
6.    Bei Prüfungen für Fahrpferde sowie Voltigier-, Gelände-, Vielseitigkeits- und Ponyprüfungen kön-nen die Bestimmungen gemäß Ziffer 2 sinngemäß angewendet werden.
7.    Mitglieder des D1-Ponylandeskaders sind mit Ponys generell auf PLS innerhalb Baden-Würt-temberg startberechtigt, auch wenn sie nicht zum ausgeschriebenen Einzugsbereich gehören.
8.    Mitglieder des D2-, D3-, D4- und L-Landeskaders Dressur und Springen sind generell (ausgenom-men Meisterschaften) auf PLS innerhalb Baden-Württemberg startberechtigt, auch wenn sie nicht zum ausgeschriebenen Einzugsbereich gehören.
9.    Mitglieder der Sportschule der Bundeswehr sind unabhängig von ihrer Stammmitgliedschaft grund-sätzlich bei allen LP im Bereich der LK Baden-Württemberg startberechtigt. Diese Regelung gilt bei LP der Kl. M** und S auch für Reiter, die sich zu einem mindestens zweimonatigen Trai-ningsaufenthalt am DOKR aufhalten. (Ausgenommen hiervon sind Meisterschaften und internatio-nale Turniere).


§ 9    Leistungsklassenregelung in Dressur- und Springprüfungen

1.    Sind in Prüfungen ab Kl. M Teilnehmer der LK 2 zugelassen, sind automatisch ggf. als 4. Leis-tungsklasse auch Teilnehmer der LK 1 zu den gleichen Bedingungen wie die LK 2 zugelassen, so-fern die Ausschreibung es nicht ausschließt.
2.    Bei Prüfungen der Kl. A und L dürfen maximal 3 Leistungsklassen ausgeschrieben wer¬den, wobei die 3. Leistungsklasse im Einzugsbereich (z.B. nur vom gastgebenden Verein) ein¬geschränkt oder mit einem Pferdehandicap versehen sein muss.
2.1    Von dieser Regelung ausgenommen sind reine Jugendprüfungen (nur für Junioren und Junge Rei-ter), Stafetten- und Mannschaftsprüfungen sowie Wertungen zu Kreismeister¬schaften.
3.    Reiter, der LK 2, 3 und 4, die in den offenen Bereich eingestuft sind, können einen Antrag auf Ein-stufung in den geschlossenen Bereich stellen. Diesem wird stattgegeben, wenn der Reiter inner-halb des letzten Jahres (01.10.2018-30.09.2019) auf nicht mehr als 10 Turnieren platziert war und das vierte und fünfte Pferd nur ein Mal platziert war bzw. der zur Verfügung stehende Bestand für die Saison 2020 sich auf drei Pferde beschränkt.
                

§ 10    entfällt

§ 11    Starts/Startfolge

1.    Grundsätzlich darf ein Pferd pro Tag maximal wie folgt gestartet werden:
    3 Starts in LP oder
    3 Starts in LP und 2 Starts in WB oder
    2 Starts in LP und 3 Starts in WB oder
    1 Start in LP und 4 Starts in WB oder
    5 Starts in gerittenen/gefahrenen WB
Für Voltigierpferde gelten die Vorgaben der LPO § 66 Abs. 5, wobei jeder Galoppeinsatz durch zwei Schritteinsätze ersetzt werden kann. Zusätzlich zum Start in einer LP darf ein Pferd entweder in ei-nem Galopp/Schritt-WB oder in zwei Schritt-WB starten.
2.    In Führzügelwettbewerben, Reiterwettbewerben, Springreiterwettbewerben, Geländereiterwettbe-werben, und Dressurreiter-WB/LP sind je Reiter 1 Pferd erlaubt. In Stilspring-WB/LP sind je Reiter 2 Pferde erlaubt.
    In allen anderen WB/LP sind je Reiter/Fahrer 3 Pferde bzw. 2 Gespanne erlaubt.
3.    In WB kann ein Pferd/Gespann mit max. 3 Reitern/ Fahrern gestartet werden.
4.    Abweichungen von der Startfolge (nicht Reihenfolge der Pferde eines Reiters) können in besonders begründeten Fällen von der Meldestelle bzw. der amtierenden Richtergruppe genehmigt werden.
5.    Wird eine Dressuraufgabe zu zweit hintereinander geritten, können sich die Reiter untereinander einigen, wer vorne reitet. Wenn keine Einigung erzielt wird, entscheidet die Richtergruppe bzw. die Reihenfolge der Starterliste.
6.    In Ergänzung zu § 505 Abs. 2 können sich, sofern es die örtlichen Gegebenheiten zulassen mit Genehmigung der Richter in Spring- und Springpferdeprüfungen erst ab Kl. A, zwei Teilnehmer gleichzeitig auf dem Prüfungsplatz aufhalten.
7.    Startet ein Teilnehmer in einer LP/ einem WB öfter als dies gemäß Ausschreibung zugelassen ist, wird er mit allen in dieser LP/ diesem WB gestarteten Pferden disqualifiziert.


§ 12    Teilung von Prüfungen

1.    Wird eine Qualifikationsprüfung mit beurteilendem Richtverfahren geteilt, müssen alle Abtei¬lungen von denselben Richtern gerichtet werden, es sei denn, die Ausschreibung sieht eine feste Quote pro Abteilung als für das Finale qualifiziert vor.
2.    In Ergänzung des § 50, Ziffer 2 LPO sollten Spring- und Springpferdeprüfungen bis zur Kl. M* mit mehr als 71 Nennungen vorab geteilt und in der Zeiteinteilung mit dem Teilungskriterium aufgeführt werden. Spring-LP Kl. M** müssen nicht vorab geteilt werden.
3.    Springpferdeprüfungen, die aufgrund des Nennungsergebnisses geteilt werden müssen, sind mög-lichst an der Veranstaltung nach Meldeschluss nach Pferdealter zu teilen, sofern dadurch keine Ab-teilung mit weniger als 12 oder mehr als 50 Startern entsteht.


§ 13    Sonderstarterlaubnis

1.    Ponyreiter, die Mitglied im Bundes- oder Landeskader (nicht Regionalkader) sind, können 4-6-jährige Ponys in LP Kl. E des Abschnitts B V Springprüfungen sowie B VI Geländeritte starten, wenn diese Ponys ohne Erfolge in entsprechenden LP der Kl. A und/oder höher sind. Eine Platzie-rung erfolgt jedoch nicht.
2.    Für die Ersteintragung bzw. Fortschreibung (3- bis 7-jährig) bei der FN ist eine Mess¬bestätigung erforderlich (zulässiges Stockmaß ohne Hufbeschlag 148 cm, mit Hufbeschlag 149 cm). Zum Messen berechtigt sind nur Beauftragte des Pferdezucht¬ver¬bandes Baden-Württemberg und des Pferdesportverbandes Baden-Württemberg, sowie FEI-Tierärzte im Bereich der LK Ba¬den-Württemberg.
3.    Studierende, Auszubildende, Bedienstete des Haupt- und Landgestüts Marbach, Ange¬hörige einer Polizeireiterstaffel und Bundeswehrsoldaten mit Stammmitgliedschaft in an¬deren LK-Berei¬chen er-halten auf Antrag eine Genehmigung zur Turnierteilnahme im Be¬reich der LK Baden-Württemberg, unbeschadet ihrer bisherigen Stammmitgliedschaft. Diese Sonderstartgenehmigun¬gen gelten nicht für Meisterschaften.
    Dem Antrag sind in Fotokopie beizufügen:
-    die gültige FN-Jahresturnierlizenz (NeOn-Auszug),
-    der gültige Studentenausweis bzw. Immatrikulationsbescheinigung bzw. Bestätigung des Ar-beitgebers bzw. Bestätigung der Zugehörigkeit zur Bundeswehr,
-    der Nachweis der Mitgliedschaft in einem Verein am Studien-/Arbeitsplatz oder Bun¬des-wehrstandort.


§ 14    Handicaps

1.    In Prüfungen Kl. E, A und L sind Pferde mit Turniererfolgen unter Junioren der Leistungsklasse LK 3 bis 6 startberechtigt, auch wenn die Ausschreibung erfolgreiche Pferde ausschließt.
2.    Die Handicapaufhebung in einer Ausschreibung für Stammmitglieder des gastgebenden Vereins ist zulässig. Leistungs¬klassen und Toureneinteilung müssen jedoch auch von Stammmitgliedern des gastgebenden Vereins eingehalten werden.
3.    Als Handicaps, die ggf. für Stammmitglieder des gastgebenden Vereins entfallen können, gelten:
•    Verlangte Mindesterfolge von Pferden.
•    Ausschluss besonders erfolgreicher Pferde.
•    Ausschlussklauseln innerhalb von Prüfungen, z.B. „nur für Teilnehmer, die nicht in Prfg. X star-ten“.
•    Beschränkung von erlaubten Pferden oder Anzahl Starts pro Pferd in einzelnen WB/LP. Die in der LPO bzw. den Besonderen Bestimmungen der LK festgelegten Höchstzahlen können aller-dings nicht überschritten werden.
    4.    Altersklassen und der Leistungsklassenzusatz offen oder geschlossen sind kein Handicap.


§ 15    Abbruch bzw. Ausfall einzelner WB/LP bzw. ganzer BV/PLS

1.    Bei Nichterreichen der verlangten Mindestnennungszahlen kann der Veranstalter entweder unter Rückzah¬lung der Einsätze bzw. Nenngelder inkl. LK-Abgabe diese Prüfungen ganz ausfallen lassen oder identische Prüfun¬gen zusammenlegen.
2.    Muss ein Veranstalter aufgrund besonderer Umstände nach Rücksprache mit der LK die gesamte Veranstaltung ausfallen lassen, sind Einsätze bzw. Nenngelder inkl. LK-Abgabe sowie Stallge¬büh-ren komplett zurückzuzahlen.


§ 16    Ergänzungen zu einschlägigen LPO-Bestimmungen

1.    Die tierärztliche Versorgung bei reinen Dressur- bzw. Voltigier-PLS kann durch eine Rufbereit-schaft (innerhalb max. 15 Minuten einsatzbereit vor Ort) des Turniertierarztes geregelt werden. Wird von der Rufbereitschaft Gebrauch gemacht, ist dies in der Ausschreibung anzugeben und an der Meldestelle mit Namensnennung und Telefonnummer auszuhängen. Bei Gelände-WB/LP sowie PLS mit Spring- bzw. Springpferde-LP ist die Anwesenheit des Turniertierarztes zwingend vorge-schrieben.
Bei Fahr-PLS ist die tierärztliche Versorgung wie folgt zu regeln: bei Dressurfahr-LP/WB ist Rufbe-reitschaft (innerhalb von max. 15 Minuten einsatzbereit vor Ort) des Turniertierarztes möglich und muss in der Ausschreibung angegeben werden, bei Hindernis- und Geländefahr-LP/WB ist die An-wesenheit des Turniertierarztes zwingend vorgeschrieben.
Bei Gelände-WB/LP darf der Turniertierarzt nicht Teilnehmer in dieser LP/ WB sein.
2.    Für die Bekanntgabe der Zeiteinteilung an die Teilnehmer genügt die Veröffentlichung in NeOn (Nennung Online). Richtern, Parcourschefs und Turniertierärzten ist die Zeiteinteilung auf dem Postwege oder per Email zuzusenden.
3.    Prüfungen ausschließlich für Junioren sowie reine Ponyprüfungen dürfen frühestens am Freitag-nachmittag 16:00 Uhr durchgeführt werden. Während der Schulferien und an Feiertagen sowie bei Landesmeisterschaften und landesübergreifenden Meisterschaften gilt diese Einschränkung nicht.
4.    In kombinierten LP Kl. E (Dressur, Springen, Gelände) sind Teilnehmer der LK D5 bzw. S5 in den Teilprüfungen Dressur bzw. Springen Kl. E startberechtigt, jedoch werden sie für eine Einzelplat-zierung der betreffenden Prüfung nicht berücksichtigt. Das Ergebnis dieser Teilprüfung geht ledig-lich in die kombinierte Wertung ein.
5.    In Ergänzung zu § 59 Ziffer 1 LPO gilt: In allen WB/LP wird generell ein Drittel der Teilnehmer plat-ziert. In den Kl. M und S gilt generell für die Ausschüttung von Geldpreisen der § 25 LPO. In den Kl. E – L kann der Veranstalter eine der 3 Varianten in § 25 LPO wählen.
6.    In Ergänzung zu § 59 Abs. 2.1 gilt: In der Siegerehrung kann der Reiter ein Pferd seiner Wahl rei-ten, das auf der PLS mit diesem Reiter genannt ist.
7.    Bei Dressurpferdeprüfungen auf dem Viereck 20x60m ist grundsätzlich das Richtverfahren § 353, B anzuwenden.
    Bei Dressurpferdeprüfungen die zu zweit hintereinander auf dem Viereck 20x40m geritten werden, ist grundsätzlich das Richtverfahren § 353, A anzuwenden.
8.    Bei einer Springprüfung mit Siegerrunde ist in der Siegerrunde eine in der Ausschreibung festzule-gende Anzahl an Teilnehmern maximal jedoch ein 1/3 der Starter (jedoch mind. 4) startberechtigt.
9.    In Ergänzung zu § 504 Ziffer 3 LPO kann der Parcourschef auf der PLS das Tempo unter Berück-sichtigung der örtlichen Gegebenheiten in der Parcoursskizze festlegen.
10.    In Ergänzung zu § 400 Abs. 5, § 500 Abs. 4:
    Werden bei einer PLS max. 5 LP je Disziplin (Höchste LP Kl. L) ausgeschrieben, müssen keine geschlossenen Prüfungen ausgeschrieben werden.
    Werden bei einer PLS mehr als 5 LP je Disziplin ausgeschrieben, müssen mindestens 20 % der Prüfungen je Disziplin geschlossen ausgeschrieben werden, wobei grundsätzlich nicht alle Prüfun-gen einer Klasse geschlossen werden dürfen.
11.    Bei V-PLS sind in den Kl. E, A, L, M und S jeweils 5 Nennungen zu verlangen. Gehen weniger als 5 Nennungen ein, müssen die LP gleicher Klasse zusammengelegt werden.
12.    Wird die Anzahl an Startplätzen in einer LP begrenzt, so darf die Anzahl der Startplätze in der Dressur nicht unter 50 Stück und im Springen nicht unter 70 Stück liegen. Je Reiter sind in LP mit max. Startplätzen nur zwei Pferde zugelassen. LP mit begrenzten Startplätzen sind erst eine Wo-che vor offiziellem Nennschluss nennbar.
    Bei WBs im Rahmen einer gemischten PLS ist eine Startplatzbegrenzung nicht zulässig.
13.    In der Zeiteinteilung ist der LK Beauftragte der Veranstaltung bekannt zu geben sowie ob der Tur-niertierarzt in Rufbereitschaft (D- und V-PLS) ist und ob ein Hufschmied vor Ort ist oder nicht bzw. in Rufbereitschaft. Darüber hinaus ist auf der Zeiteinteilung der Stand mit Datum zu veröffentlichen.
14.    Bei Gruppen-LP Kl. M und S werden Pflicht und Kür generell getrennt ausgetragen. In den Kl. E, A und L ist es dem Veranstalter freigestellt.
15.    Sofern es der Zeitablauf zulässt, kann der Veranstalter ein Betreten des Prüfungsplatzes im Schritt vor der Prüfung zulassen. Dies ist möglichst in der Zeiteinteilung anzugeben.
16.    Kann bei einer Kontrolle der Pferdepass bis zum Start des Teilnehmers nicht vorgelegt werden, ist kein Start möglich. Das Einräumen einer Nachfrist ist nicht möglich.
17.    In Ergänzung zu § 49 Abs. 5 kann ein Veranstalter den Beginn der Prüfung, abgesehen von der ersten LP/WB des Tages, auch um mehr als 30 min vorziehen, sofern der Meldeschluss für alle LP/WB auf spätestens 19 Uhr am Vortag festgelegt wird und die Starterlisten am Vorabend im In-ternet veröffentlicht werden. Die Reihenfolge der Prüfungen muss der Zeiteinteilung entsprechen. Dies muss in der Zeiteinteilung angekündigt werden.
18.    Prüfungen, für die der Veranstalter einen „Start außer Konkurrenz“ gemäß LPO § 66.6.1 anbietet, sind in der Ausschreibung entsprechend zu kennzeichnen.


§ 17    Sonstige Gebühren im Zusammenhang mit der Teilnahme an einer BV/PLS

1.    Der Veranstalter ist berechtigt, gemäß LPO § 26.5 folgende zusätzliche Gebühren zu erheben, so-fern dies in den Besonderen Bestimmungen der Ausschreibung angegeben wird:
    a) Erhöhung des Einsatzes/ Nenngeldes um weitere bis zu 1,50 € je Startplatz als Zuschuss für die humanmedizinische Versorgung vor Ort.
    b) Erhöhung des Einsatzes/ Nenngeldes um weitere bis zu 1,50 € je Startplatz als Zuschuss für die tierärztliche Versorgung vor Ort, sofern ein Tierarzt ständig anwesend ist.
    c) Gebühren für Wohnwagen / LKW mit Stromanschluss, Stallzelte und Boxen.
    Die Erhebung weiterer zusätzlicher Gebühren ist grundsätzlich unzulässig.
2.    Grundsätzlich ist jeder Reiter für sein ordnungsgemäßes Nummernschild selbst verantwortlich (siehe Durchführungsbestimmungen zu § 47 LPO).
3.    LK-Abgabe: Für jede Startplatzreservierung ist 1 € LK-Abgabe im Nenngeld/Einsatz enthalten.
4.    Anti-Doping-Abgabe: Für jede Startplatzreservierung ist 0,10 € Anti-Doping-Abgabe im Nenn-geld/Einsatz enthalten.


§ 18    Ehrenpreise

1.    Ehrenpreise sollten dem Sinn ihrer Bezeichnung entsprechend von bleibendem Wert sein. In WB/LP nur um Ehrenpreise sollte der Wert der vergebenen Preise mindestens in Höhe des jeweili-gen Einsatzes liegen.
2.    Schleifen sind keine Ehrenpreise.


§ 19    Richter- und Parcourschefeinsatz

1.    Bei allen PLS ist wenigstens 1 vollqualifizierter Richter aus Baden-Württemberg einzusetzen, der dann die Aufgaben des LK-Beauftragten übernimmt.
2.    Beim beurteilenden Richtverfahren in LP mit einer (Gesamt-)Wertnote, müssen 2 Richter bzw 1 Richter und 1 Richteranwärter die Prüfung richten. Sofern die Dressuraufgabe zu zweit hintereinan-der oder in der Abteilung geritten wird, müssen beide Richter vollqualifiziert (DL,SL bzw. BA) sein.
3.    Ausländische Richter werden nur auf Sonderantrag und Nachweis der entsprechenden Qualifikation zugelassen.
4.    In der Richtergruppe für eine LP muss mindestens ein deutscher Richter vertreten sein. Ein aus-ländischer Richter darf eine LP nicht alleine richten.
5.    Bei BV/PLS dürfen Parcourschef und Parcourschefassistent keine andere Funktion ausüben (Aus-nahme bei Fahrturnieren) und nicht als Reiter/Fahrer aktiv teilnehmen.
6.    Bei mehr als 2 LP Kl. M* und/oder höher (ausgenommen bei Fahr-PLS) oder ab 6 Springen (LP inkl. Aufbauprüfungen und WB, wobei 2 WB wie ein Springen zählen) am Tag muss ein Parcourschef-assistent mind. am jeweiligen Turniertag eingesetzt werden, der mindestens die Qualifikation Par-courschefanwärter hat.


§ 20    Pferdeaufstallung während der Turniere

Für die Pferdeaufstallung auf Transportfahrzeugen bzw. Pferdeanhängern wird das als Anlage A beige-fügte Merkblatt verbindlicher Bestandteil der „Besonderen Bestimmungen der Landeskommission Ba-den-Württemberg“.


§ 21    Nichtzahlung von Turniergebühren

1.    In Ergänzung zu § 26, Ziffer 2-4 LPO wird bei Nichtbezahlung der dort aufgeführten Gebühren wie Nenn-, Start- und Stallgeld sowie Einsatz (nach erfolgloser Mahnung der Außenstände durch den Veranstalter und Abtretung des Vorgangs an die LK) wie folgt verfahren:
1.1    Sofern ein Teilnehmer diese Gebühren zum ersten Mal nicht bezahlt, erfolgt eine schriftliche Ver-warnung in Form einer Ordnungsmaßnahme und der Verpflichtung der Zahlung der noch ausste-henden Gebühren zuzüglich einer Mahnpauschale von 50 € (mit Fristsetzung von 2 Wochen).
1.2    Sofern der Teilnehmer daraufhin oder zum zweiten Mal die Gebühren nicht bezahlt, wird eine Geld-buße von 150 € verhängt mit der Aufforderung, die Außenstände unverzüglich zu begleichen.
2.    Sofern ein Teilnehmer über NeOn nennt und die Lastschrift nicht eingelöst wurde, wird wie folgt verfahren:
2.1    Bei 3maliger Lastschriftrückgabe seit dem 01.01. erfolgt eine schriftliche Verwarnung in Form einer Ordnungsmaßnahme und zusätzlich eine Geldbuße in Höhe von 300 €.
2.2    Kommt es innerhalb 4 Wochen oder später nach Rechtskraft der Ordnungsmaßnahme gem. Ziffer 2.1 erneut zu einer Rücklastschrift, wird eine Ordnungsmaßnahme in Form eines Ausschlusses von der Teilnahme an sämtlichen BV/PLS für die Dauer von 3 Monaten und zusätzlich eine Geldbu-ße in Höhe von 500 € verhängt.


§ 22    Veröffentlichung von Ordnungsmaßnahmen

Alle von der LK ausgesprochenen, rechtskräftigen Ordnungsmaßnahmen ab einer Geld¬buße von 150 € und höher und jede zeitliche Sperre über den Rahmen einer BV/PLS hinaus werden im "Reiter¬journal" bzw. im Kalender der FN veröffentlicht.


§ 23    Reiterwettbewerbe, Springreiterwettbewerbe, Dressurreiterwettbewerbe und Geländereiter¬wettbe¬werbe

1.    Jeder Reiter kann je WB einmal starten. Pro Pferd/Pony sind maximal 3 Reiter zugelassen.
2.    Je Reitgruppe dürfen nicht mehr als 8 Pferde/Ponys auf dem Prüfungsplatz sein.


§ 24    Springprüfungen

1.    Spring- LP/WB der Kl. E sind grundsätzlich nach Stil (Richtverfahren § 520/3a bzw. 3c-3g bzw. WB 265) aus¬zuschreiben. Bei mehr als einer Spring- LP/WB Kl. E auf einer PLS/BV kann eine LP/WB nach Richtverfahren § 501,A.1 bzw. § 521, 522, 525, 529 oder 535 bzw. WB 266 ausgeschrieben werden, entsprechendes gilt für Wettbewerbe.
2.    In Ergänzung zu § 504 Abs. 1d: Der Ponyausgleich ist in LP der Kl. E bis M grundsätzlich zu ge-währen.

 
§ 25    Dressurprüfungen
1.    Werden Dressur-LP/ WB der Kl. E und A sowie Dressurreiter- und Dressurpferdeprüfungen der Kl. A zu zweit hintereinander geritten, wird mit einem Abstand von 2-3 Pferdelängen geritten.
2.    Nachwuchsprüfungen in der Kl. S sollten stets über das Pferdealter und nicht über Pferdeerfolge gehandicapt werden. Nicht genehmigungsfähig ist "... für 7-jährige und ältere Pferde, die in Dres-surprüfungen Kl. S noch nicht an 1.- ... Stelle platziert waren".
3.    Wenn in Kl. S die LK D 3 laut Ausschreibung zugelassen ist, darf nicht nach Ranglistenpunkten geteilt werden.
4.    Wünscht ein Veranstalter keinen eigenen Kommandogeber, muss dies in der Ausschreibung durch den Hinweis „auswendig, ohne eigenen Kommandogeber“ hinter der zu reitenden Aufgabe verdeut-licht werden.


§ 26    Fahr-LP/WB

1.    Bei Start in einer Geländeprüfung Kl. M oder S darf ein Pferd maximal in einer weiteren LP/WB gestartet werden. Ansonsten gilt die Regelung analog § 11/1 und § 11/2.
2.    Benutzen mehrere Fahrer dieselbe Kutsche, kann die Meldestelle die Startfolge so abändern, dass wenigstens 8 Gespanne dazwischen liegen. Der mehrmalige Einsatz einer Kutsche, der mehrmali-ge Einsatz als Beifahrer oder der zusätzliche Start eines Fahrers als Beifahrer ist in Gelände-LP gem. § 750 LPO nur dann möglich, wenn dadurch für den Veranstalter keine unzumutbare Abände-rung der Startfolge nötig ist.
3.    Die Teilnahme an Gelände-LP der Kl. E und A ist nur zulässig nach Erreichen der Mindestwertnote von 5,0 in einer auf derselben PLS stattfindenden Dressurfahr-LP der gleichen Klasse.
4.    In Fahr-WB (ausgenommen WB gemäß WBO Teil I § 9.2) können statt des Prüfer Breitensport auch Ausbilder, die mindestens Trainer C Fahren mit gültiger Lizenz sind, eingesetzt werden.
5.    Bei Hindernisfahr-LP/WB bis Kl. M wird die Startreihenfolge anhand der Spurbreite aufsteigend oder abnehmend festgelegt. Innerhalb einer Spurbreite wird nach Startbuchstabe gestartet.


§ 27    Quadrillenwettbewerbe

1.    Bei Nennungsschluss muss nur der Name der Gruppe bzw. des Vereins sowie die Art der Quadrille (z.B. 4-er oder 8-er) angegeben werden. Die Benennung der Einzelteilnehmer ist erst bei Melde-schluss auf dem Turnier vorzuneh¬men.
2.    Die Anforderungen in Anlehnung an die Kl. E, A oder L sind in der Ausschreibung festzulegen. Es gelten die Bestimmungen der WBO.
Die Art (Pas de Deux, 4-er oder 8-er Quadrille, Kostüm oder klassische Quadrille) muss in der Prü-fungsüberschrift erwähnt sein.
3.    Zugelassene Pferde: Kl. E und A: 4jährige und ältere; Kl. L: 5jährige und ältere.
Ponys grundsätzlich zugelassen. Bei großer Teilnehmerzahl ist eine Trennung nach Pferde- und Po¬nyquadrillen empfehlenswert. Eine FN-Eintragungspflicht für die Pferde besteht nicht.
Jedes Pferd/Pony kann in einem WB maximal zweimal gestartet werden.
4.    Zugelassen sind alle Altersklassen mit und ohne FN-Jahresturnierlizenz. Eine Einschränkung auf eine bestimmte Alters¬klasse ist nicht empfehlenswert. Bei großer Teilnehmerzahl ist eine Trennung nach Alters¬klassen wünschenswert.
Jeder Reiter kann in einem WB zweimal starten, sofern es sich um verschiedene Gruppen (z.B. 4-er und 8-er Quadrille) handelt.
Es wird empfohlen den Teilnehmerkreis nicht zu eng festzulegen (nicht nur PSK bzw. RR). Eine wei¬tere Startmöglichkeit in anderen Prüfungen dieser BV/PLS sollte ermöglicht werden.
5.    Bandagen und Vorderzeug sind grundsätzlich erlaubt. Hilfszügel (Ausbinde-, Dreieckszü¬gel oder Martingal) sind nur in Kl. E erlaubt, ein Punktabzug erfolgt hierfür nicht. Ausrüstung anderer Reit-weisen (Damensattel, Spanisch, Western) ist in allen Pas de Deux und Quadrillenwettbewerben er-laubt, muss aber von allen Reitern der Gruppe reitweisenkonform durchgehalten werden (Sattel, Zäumung, Ausrüstung Reiter).
Zäumung in Kl. E und A grundsätzlich Trense. Dies gilt auch, wenn z.B. in einer Kostüm¬quadrille die Kandare besser zu einem Kostüm passen würde.
Zäumung in Kl. L wahlweise Trense oder Kandare. Jedoch müssen alle Pferde einer Qua¬drille gleich gezäumt sein. Soll die Prüfung unter einheitlicher Zäumung ausgerichtet wer¬den, muss dies in der Ausschreibung explizit erwähnt sein.
6.    Klassische Quadrille: Einheitliche Reitkleidung, z.B. Uniform (Stadtgarde, Polizei, Bundeswehr, Haupt- und Land¬gestüt), Westen, Pullover, Turnierjacke. Bei Ponygruppen sind Jodhpurhosen er-laubt. Beim Reiten im Damen¬sattel muss mit schwarzem Rock, Jackett und Zylinder geritten wer-den. Ko¬stümierung verboten.
7.    Lektionen und Gangarten grundsätzlich analog der ausgeschriebenen Klasse (siehe Leitfa¬den der FN). Prüfungsviereck grundsätzlich 20 x 40m. Zeiten: Pas de Deux 4-5 Minuten ; 4-er Quadrille 6-8 Minuten; 8-er Quadrille 8-10 Minuten
Bei gemischten Quadrillen (4-8 Gruppenmitglieder) kommen die jeweils oben aufgeführten Zeiten zur Anwendung, d.h. für 4-er Quadrillen 6-8 Minuten und für 8-er Quadrillen 8-10 Mi¬nuten.
Der Quadrillenleiter kann zu Fuß oder zu Pferd in die Bahn, sofern die Platzverhältnisse dies zulas-sen.
Die Quadrille wird grundsätzlich auswendig geritten. Pfeifsignale sind erlaubt. Die Funktion des Quadrillenleiters kann bei 4-er Quadrillen von einem Mitreiter übernommen werden. Zuläs¬sig ist al-lerdings nur der Gebrauch von einem Wort z.B. "Marsch".
8.    In Quadrillenprüfungen wird generell gemeinsam gerichtet.
9.    Einsätze (LK-Abgabe entfällt): Bei Pas de Deux je nach Klasse 5 € bzw. 7,50 € bzw. 9 €; bei Quad-rillen je nach Aufwand und Größe zwischen 10 € und 30 €; bei gemischten Wettbewerben jedoch einheitlicher Einsatz.
10.    Bei Startfolgevorgabe zählt der Anfangsbuchstabe des Vereinsnamens. Stellt ein Verein mehrere Quadrillen, so ist ein Auseinanderziehen sinnvoll. Empfehlenswert ist jedoch eine Auslosung der Startfolge (muss in Ausschreibung stehen).
11.    Wenn am Tage der Veranstaltung ein Pferd ausfällt (Verletzung, Krankheit oder Lahmheit), kann die Quadrille trotzdem starten. Es wird mit "Lücke" geritten.


§ 28    Vierkampf

1.    Ein Vierkampf besteht aus den Teilprüfungen a) Dressur, b) Springen, c) Laufen und d) Schwim-men. Die Teilprüfungen a und b können als Einzelprüfungen gemäß LPO ausgeschrieben werden und dann für den Vierkampf gewertet werden.
2.    Für die Teilprüfungen gelten folgende Standards hinsichtlich Anforderungen und Bewertung:
•    Vierkampf Kl. A**: a) Dressur Kl. A – WN x 300; b) Stilspringen Kl. A** - WN x 200; c) 3000 m Laufen – nach Tabelle; d) 50 m Freistilschwimmen – nach Tabelle
•    Vierkampf Kl. A*: a) Dressur Kl. A – WN x 300; b) Stilspringen Kl. A* - WN x 200; c) 2000 m Laufen – nach Tabelle; d) 50 m Freistilschwimmen – nach Tabelle
•    Vierkampf Kl. E: a) Dressur Kl. E – WN x 300; b) Stilspringen Kl. E - WN x 200; c) 1500 m Lau-fen – nach Tabelle; d) 50 m Freistilschwimmen – nach Tabelle
•    Bambini für Junioren Jahrgang 2006 und jünger: a) Reiter-WB – WN x 300; b) Springreiterwett-bewerb - WN x 200; c) 800 m Laufen – nach Tabelle; d) 25 m Freistilschwimmen – nach Tabelle
•    Slow Motion für Reiter: a) Reiter-WB – WN x 300; b) Springreiterwettbewerb - WN x 200; c) 800 m Laufen – nach Tabelle; d) 25 m Freistilschwimmen – nach Tabelle
3.    Mannschaftswertung: 3-4 Reiter in einer oder in benachbarten Klassen bilden eine Mannschaft, wobei die 3 besten Ergebnisse gewertet werden.
4.    Staffel: 4 Reiter starten in einer Klasse, wobei jeder Reiter eine Teilprüfung absolviert. Bewertung siehe Ziffer 2.


§ 29    Voltigieren

Vor jeder Prüfung ist es sofern es der Zeitplan zulässt dem Longenführer oder einer anderen geeigneten Person gestattet, dem aufgezäumten Pferd, im Schritt an der Hand den Wettkampfzirkel zu zeigen.


§ 30    Voltigierpferde-WB

1.    Voltigierpferde-WB können im Rahmen von BV oder V-PLS ausgeschrieben werden.
2.    Startberechtigt sind 5-jährige und ältere Pferde, die im laufenden und/oder vergangenen Kalender-jahr noch nicht mehr als 3 Starts bei Voltigierprüfungen hatten.
3.    Einsatz der Pferde gemäß LPO § 66, der Einsatz des Pferdes in dem Voltigierpferde-WB entspricht dem von vier Einzelvoltigierern.
4.    Voltigiergruppen und Longenführer benötigen keine gültige Jahresturnierlizenz (Voltigierausweis). Longenführer müssen mind. Jahrgang 2003 und im Besitz des LA 5 sein. Der Nennung ist eine Ko-pie des LA 5 beizulegen.
5.    Ausrüstung der Voltigierer und Pferde gemäß § 72 LPO, Laufferzügel analog Kl. A sind erlaubt.
6.    Instrumentalmusik ist erlaubt.
7.    Richtverfahren gemäß §§ 57.1.1, 204, Richten mit Gesamtwertnoten. Es genügt ein Richter VOE.
8.    Teilung der gestarteten Pferde in a) Altersgruppe 5 – 7 Jahre und b) ab 8 Jahre, sofern in a) und b) mind. 3 Pferde genannt wurden.
9.    Anforderungen: Vier Voltigierer beliebigen Alters springen ohne Hilfestellung auf und zeigen nach-einander die vier Pflichtübungen: Freier Grundsitz vorwärts, Stützschwung vorlings, Knien, Mühle ohne Takt oder Quersitz innen und außen, danach Abgang nach außen. Daran schließt sich unmit-telbar eine Kurzkür an mit nicht mehr als 15 Übungsteilen auf der unteren und mittleren Ebene mit Einzel- und Doppelübungen.
10.    Bewertung: Wertnoten von 0 – 10, Zehntelnoten sind jeweils erlaubt. Es wird ausschließlich das Pferd bewertet und die Einwirkungen des Longenführers, die Leistungen der Voltigierer bleiben un-berücksichtigt. Beurteilt werden jeweils getrennt nach Pflicht und Kür: Ausbildungsstand (Selbst-haltung, Gleichgewicht, Biegung) und Galoppade (Takt, Frische, Elastizität der Bewegungen); Ak-zeptanz der Übungen (Gelassenheit, Leistungsbereitschaft); Einwirkungen des Longenführers und Reaktion des Pferdes auf die Hilfengebung (Durchlässigkeit, Gehorsam).
Addition der Noten, geteilt durch 6 ergibt die Endnote. Die Endnote wird auf zwei Stellen nach dem Komma gerechnet und nicht gerundet.
Wird keine Doppelübung gezeigt, werden von der Kürnote „Akzeptanz der Übungen“ 2,0 Noten ab-gezogen.
11.    Zeit: Die Gesamtzeit für Pflicht und Kür beträgt 6 Minuten. Es wird ein Zehnminutentakt empfohlen
12.    Einsatz: 10 €


§ 31    Galopp/Schritt- und Schrittwettbewerbe im Voltigieren

1.    Galopp/Schritt- und Schrittwettbewerbe können im Rahmen von BV und V-PLS ausgeschrieben werden. Die FN-Eintragung der Voltigierpferde ist für diese Wettkampfform nicht erforderlich.
2.    Voltigiergruppen und Longenführer benötigen keine gültige Jahresturnierlizenz (Voltigierausweis). Longenführer müssen mind. Jahrgang 2003 und im Besitz des LA 5 sein. Der Nennung ist eine Ko-pie des LA 5 beizulegen.
3.    Pferde: 6-jährig und älter. Ausrüstung gemäß WBO, Laufferzügel mit seitlichem Dreieck, max. 15 cm Größe ist erlaubt.
4.    Bei Galopp/Schritt-Wettbewerben ist es erlaubt, den Ausbindezügel kombiniert mit dem Laufferzü-gel (Material: Leder-, Gurtband oder Kordel) zu verwenden, damit ein zeitaufwendiges Umschnallen vermieden wird.
5.    Es ist ein zusätzlicher Helfer erlaubt.
6.    Es ist sowohl Vokal- als auch Instrumentalmusik erlaubt.
7.    Es genügt ein Richter VOE oder ein Prüfer Breitensport.
8.    Bei reinen Schritt-WB dürfen keine Voltigierer mit gültiger FN-Jahresturnierlizenz (Gruppe oder Einzel) eingesetzt werden.


§ 32    Einsteigerwettbewerbe im Voltigieren

1.    Einsteigerwettbewerbe (siehe Anhang B) können im Rahmen von BV und V-PLS ausgeschrieben werden. Die FN-Eintragung der Voltigierpferde ist für diese Wettkampfform nicht erforderlich.
2.    Voltigierer und Longenführer benötigen keine gültige Jahresturnierlizenz (Voltigierausweis). Lon-genführer müssen mind. Jahrgang 2003 und im Besitz des LA 5 sein. Der Nennung ist eine Kopie des LA 5 beizulegen.
3.    Alle Einzel- und Doppelvoltigierer benötigen das VA 4.
4.    Einzel: Pferde: 6-jährig und älter, Doppel: Pferde: 7-jährig und älter.
5.    Die Einsteigerwettbewerbe werden stets im Galopp durchgeführt; es ist kein zusätzlicher Helfer erlaubt.
6.    Es ist nur Instrumentalmusik erlaubt.
7.    Es werden Wertnoten vergeben und nach diesen platziert.
8.    Richtverfahren gemäß §§ 201, 204 LPO, Richten mit Gesamtwertnoten. Es genügt ein Richter VOE.

§ 33    Sonderprüfungen für pferdesportliche Abzeichen

1.    Vereine und Pferdebetriebe, die Sondermitglieder im Landesverband sind, müssen Sonderprüfun-gen zu Motivations- und Leistungsabzeichen spätestens 4 Wochen vor dem beabsichtigten Termin schriftlich bei der LK unter Angabe der verpflichteten Richter bzw. Prüfer beantragen.
    Bei Abzeichen Stufe 5 bis 1 muss der Prüfung ein Vorbereitungslehrgang vorausgehen, der von einem Ausbilder mit gültiger DOSB-Lizenz oder Fortbildungsbescheinigung des BBR bzw. von ei-nem Pferdewirtschaftsmeister - Fachrichtung klassische Reitausbildung geleitet wird. Die Prüflinge müssen Mitglied in einem der FN angeschlossenen Pferdesportverein sein.
2.    Die Prüfungskommission besteht:
•    beim Pferdeführerschein Umgang aus zwei Richtern mit mind. der Qualifikation RP oder DL/SL oder FA oder VOE. Bei kleinen Prüfgruppen von maximal 10 Kandidaten genügt 1 Richter mit der vorgenannten Mindestqualifikation.
•    beim RA 10 bis 8 aus mind. einem Trainer C Reiten mit gültiger DOSB Lizenz.
•    beim RA 6 und 7 aus mind. einem Richter / Richter Breitensport Reiten.
•    beim RA 5 bis 3 aus mind. zwei Richtern mit mind. der Qualifikation DL/SL
•    beim RA 2 und 1 aus zwei Richtern  mit mind. der Qual. DM und SM (z.B. 1 Richter DL/SM und 1 Richter DM/SL oder 1 Richter DM/SM und 1 Richter DL/SL).
•    beim disziplinbezogenen RA 1 muss einer der Richter die S-Qualifikation dieser Disziplin haben.
•    beim FA 10 aus mind. einem Trainer C Fahren mit gültiger DOSB Lizenz
•    beim FA 6 und 7 aus mind. einem Richter / Richter Breitensport Fahren
•    beim FA 5 aus zwei Richtern mit mind. der Qualifikation FA
•    beim FA 4 und 3 aus zwei Richtern, davon einer mit der Qualifikation FM
•    beim FA 2 aus zwei Richtern, davon einer mit mind. der Qualifikation FM und einer mit FS
•    beim FA 1 aus zwei Richtern mit mind. der Qualifikation FS
•    beim LA 5, 4, 3, 2 aus zwei Richtern, davon mind. 1 Richter mit der Qualifikation DM oder FM oder VOE besitzen.
•    Beim LA 5V aus zwei Richtern, davon mind. 1 Richter mit der Qualifikation VOE besitzen, der 2. Richter mit der Qualifikation DM oder FM oder VOE
•    beim VA 7, 9 und 10 aus mind. einem Trainer C Voltigieren mit gültiger DOSB Lizenz
•    beim VA 5 bis 1 aus zwei Richtern mit der Qualifikation VOE
2.1    Beim Pferdeführerschein Reiten muss der Prüfungskommission mindestens 1 Richter mit der Qua-lifikation PFS bzw. BW/PFS angehören. Der Richter muss die Prüflinge während des praktischen Prüfungsteiles im Gelände begleiten, sofern der Prüfungsablauf nicht einsehbar ist.
3.    Bei FA-Sonderprüfungen sind je Tag maximal 10 Bewerber zugelassen.
4.    Für die Erfassung der Abzeichen, Prüfungsteilnehmer und der Prüfungsergebnisse ist die Software ARIS zu verwenden. Die Prüfungsergebnisse (als Datei) sowie die von den Richtern/Prüfern unter-schriebenen Verwendungsnachweise sind im Anschluss an die Prüfung spätestens innerhalb von 2 Wochen vom Veranstalter an die LK einzusenden. Wird nicht die Software ARIS genutzt fällt eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr an.
5.    Einsatz der Pferde:
•    RA 10-6: Pro Tag darf ein Pferd maximal fünfmal in gerittenen Prüfungen eingesetzt werden.
•    RA 5-1: Je Prüfung sind pro Pferd und Prüfungsfach nicht mehr als zwei Bewerber erlaubt.
•    FA 10-3: Je Prüfung sind pro Gespann nicht mehr als vier Bewerber erlaubt.
•    FA 2: Je Prüfung sind pro Gespann nicht mehr als drei Bewerber erlaubt.
•    FA 1: Je Prüfung sind pro Gespann nicht mehr als ein Bewerber erlaubt.
•    Pferdeführerschein Reiten und Longierabzeichen: Je Prüfung sind pro Pferd nicht mehr als zwei Bewerber erlaubt.
•    In der Stationsprüfung "Bodenarbeit" kann ein Pferd zusätzlich höchstens fünfmal eingesetzt werden.


§ 34    Schlussbestimmungen

Diese Bestimmungen wurden von der Mitgliederversammlung der LK am 07. Oktober 2019 einstimmig beschlossen. Sie treten mit der Veröffentlichung im "Reiterjournal" 1/2020 in Kraft, ältere Veröffent-lichungen verlieren ihre Gültigkeit.

Gebührenordnung 2020

Siehe Download.

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