Ziel ein jeder reiterlichen Ausbildung ist die Harmonie von Reiter und Pferd. Dressurreiten ist mehr als das Absolvieren und Präsentieren von Lektionen und Figuren. Diese Übungen zielen darauf, das Pferd gymnastisch auszubilden und es zu erziehen. Mit Hilfe der Dressur erreicht der Reiter, dass sein Pferd gehorsam auf seine sensibel eingesetzten Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen reagiert.
Ein gut gerittenes Pferd ist die beste Voraussetzung für Sicherheit im Pferdesport. Dressurreiten erhöht zudem die Leistungsfähigkeit des Pferdes. Im besten Sinne dient es der Gesunderhaltung des Pferdes, denn durch das Training werden die Kräfte des Pferdes gestärkt und seine Glieder gelenkig gemacht.
Gleichgültig auf welche anderen reitsportlichen Disziplinen man sich spezialisiert, ohne Dressur geht es nicht. Sie ist Voraussetzung für alle pferdesportlichen Aktivitäten: Vom Wanderreiter, der im ausbalancierten Sitz auf seinem Pferd bergauf und bergab reitet bis zum Springreiter, der die Wendungen und Distanzaufgaben zwischen den Hindernissen nur mit dressurmäßig gut gerittenen und gymnastizierten Pferden schafft.
Wenn Pferd und Reiter scheinbar zu einem Lebewesen verschmelzen und sich wie ein eingespieltes Tanzpaar im Gleichklang über das Viereck bewegen - dann ist das höchste Ziel des Dressurreitens erreicht: Reitsport wird zu Reitkunst.
Quelle: FN
Sichtungsweg zur Deutschen Jugendmeisterschaft
13.-15.06.2025 Winterlingen (1. DJM Sichtung)
24.-27.07.2025 Ichenheim (2. DJM Sichtung)
Darüber hinaus können für die Nominierung zur DJM im Einzelfall Platzierungen der laufenden Saison (sofern über 65% erreicht wurden) berücksichtigt werden.
21.-24.08.2025 Aachen (DJM)
Nachwuchschampionat Dressur
Die Auswahl der Nachwuchsreiter/innen, die für Baden-Württemberg am Sichtungslehrgang in Warendof teilnehmen dürfen, erfolgt durch den Landestrainer in Rücksprache mit den Regionaltrainern. Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an den für Sie zuständigen Regionaltrainer oder an Petra Rometsch (rometsch@pferdesport-bw.de oder 07154 83 28 10).
Finale am 21.-24.08.2025 Aachen (DJM)
Qualifikationen zum Al Shira'aa Bundeschampionat
29.-31.05.2026 Heidenheim-Aufhausen
28.-31.05.2026 Winterlingen
12.-14.06.2026 Ludwigsburg
12.-14.06.2026 Öhringen
01.-04.07.2026 Weilheim/Teck
Es werden jeweils Qualifikationen für 5- und 6-jährige Pferdes ausgeschrieben.
News
Die drei besten Dressurturniere 2025
von Miriam Abel
Der Disziplinausschuss Dressur hat sich entschieden, die Auszeichnung der besten Dressurturniere wiederzubeleben. Im Rahmen des Dressurtreffs in Böblingen am 06.01.2026 wählten die Anwesenden daher unter den Turnieren mit Dressurprüfungen der Kl. S*** die beliebtesten Turniere.
Die drei beliebtesten Turniere sind: Dressurfestival Gestüt Birkhof, Landesmeisterschaften Ichenheim und Winterlingen Winners. Herzlichen Glückwunsch. Die Auszeichnung wird im Rahmen des nächsten Turniers vorgenommen.
Zur Auswahl standen (in chronologischer Reihenfolge): Pforzheim, Walldorf, Zeutern, Mannheim (Maimarkt), Böblingen, Winterlingen, Ladenburg, Weilheim (Landeschampionat), Ichenheim (Landesmeisterschaften), Birkhof, Marbach, Waghäusel-Wiesental, Reutlingen und Stuttgart.
Positive Stimmung beim Dressurreitertreffen in Böblingen
von Miriam Abel
Draußen war es bitterkalt, und der Drei-Königs-Feiertag war von einem Wintereinbruch geprägt - aber drinnen im Reiterstübchen des Reitervereins Böblingen herrschte eitel Sonnenschein beim diesjährigen Dressurreitertreff.
So dass am Ende sogar Landestrainer Christoph Niemann, der eher für seine schonungslose Art bekannt ist, die aktuelle Lage im Dressursport im dem fast schon philosophischen Satz zusammenfasste: „Die Zukunft ist besser als früher.“
Niemann, der nun seit über zehn Jahren Landestrainer der Dressurreiter in Baden-Württemberg ist, ging auf die internationalen Erfolge der Ponyreiterin Maja Wächter und Laura Kohoutek bei den Children ein. Baden-Württemberg gehöre im Nachwuchs-Dressursport zu den führenden Landesverbänden der Republik, betonte er. „Baden-Württemberg ist Children-Land“, beschrieb er nach dem wiederholten EM-Titel in der Altersklasse U14. Der Landestrainer brach eine Lanze für gutes Reiten („Man braucht keinen Ferrari um zu gewinnen“) und für die Stärkung der Amateure im Sport („Sie sind das Rückgrat des Dressursports“).
Niemann und Landesverbands-Geschäftsführerin Miriam Abel gaben auch die neuen und messbaren Kaderkriterien bekannt, nach denen Reiterinnen und Reiter für einen Platz im Kader fünf Grand Prix-Platzierungen aufweisen müssen; bei allen weiteren Klassen wurde die Messlatte für einen Zugang in den Kader erhöht. Children brauchen sieben L-Platzierungen, Junioren vier M**-Platzierungen unter den ersten fünf, Junge Reiter fünf vordere S-Platzierungen, Amateure sogar elf S-Platzierungen. Niemann wertete insbesondere dies als Beweis für das hohe Niveau des Amateursports im Land.
Ende September wird es auf der Reitanlage in Balingen erstmals Süddeutsche Dressur Meisterschaften (der süddeutschen Landesverbände) für die Altersklassen Junioren und Junge Reiter geben. Im Ponysport gibt es solche Meisterschaften schon lange, bei den Springreitern wurde in der zurückliegenden Saison in Aach ein erster Versuch unternommen.
Seriensiegerin Jana Lang sichert sich iWEST-Dressur-Cup
von Miriam Abel
Sie war die dominierende Reiterin der iWEST-Cup-Dressurserie 2025: Vier Starts in der Quali, während des Sommers, zwei in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle – sechs Siege! Die 22-jährige Jana Lang (RSC Nonnhof) hatte vier der fünf Qualifikationen im Sommer gewonnen (Winterlingen, Donzdorf, Sauerlach, Gut Ising), und sie hatte auch am Mittwoch, dem ersten Tag des 39. Internationalen Reitturniers STUTTGART GERMAN MASTERS, in der Einlaufprüfung um den Preis der Firma iWEST die Konkurrenz beherrscht.
So war es keine große Überraschung, dass sie auch das Finale des iWEST-Dressur-Cups, eine Intermediaire-I-Kür, am Donnerstag für sich entscheiden konnte. Auf ihrem 19 Jahre alten Wallach Baron bot sie eine souveräne Leistung und wurde mit 77.450 Prozentpunkten bewertet.
„Heute Abend wird gefeiert – das Gefühl ist unglaublich“, strahlte die glückliche Siegerin, „Stuttgart ist unser Saison-Highlight!“ Sie lobte ihr Pferd: „Baron war so gut drauf, es macht einfach so viel Spaß mit ihm! Unser Ritt hätte nicht besser sein können.“
Zweiter wurde Moritz Treffinger (PferdeSV Reitakademie Werder) auf Vincero, einem zehn Jahre alten Oldenburger Wallach (75.250), vor Romina Nieberle (LRFV Gennachtal) im Sattel des 13-jährigen Hannoveraner Wallachs Free Willy (74.275).
Holger Schulze, Sportlicher Leiter des iWEST-Dressur-Cups, war „von der unglaub-lichen Leistungsdichte des Starterfeldes“ begeistert – „das Niveau war noch nie so hoch!“ iWEST-Geschäftsführer Matthias Meyer kommentierte: „Es war ein Super-Finale, jetzt freuen wir uns auf nächstes Jahr und das 25. Jubiläum!“ Dann finden die Qualifikationen in Karlsfeld, Winterlingen, auf dem Birkhof, auf Gut Ising und in Waghäusel-Wiesental statt.
Quelle: www.stuttgart-german-masters.de
Allegra Hüttig siegt im Finale des Nürnberger Burg-Pokals der Dressurjunioren
von Miriam Abel
Allegra Hüttig (FRSG Marbach) mit Impala VIP setzen sich im 14. Finale des Nürnberger Burg-Pokals in Reutlingen an die Spitze.
Klaus Feilen, Landesdirektor der Nürnberger Versicherung, fand ein klares Fazit: „Ich war furchtbar unzufrieden, als wir die Absage des CHI Donaueschingen erhalten haben. Das hat mich sehr gestört, da Donaueschingen ein vergleichbarer Gegenpol zum Springfinale war. Ich bin unheimlich dankbar, dass wir noch ein vergleichbares Turnier gefunden haben und wir hier in Reutlingen sein dürfen. Ich bin Frau Strobel, Herrn Riexinger und dem gesamten Team unglaublich dankbar.“ Damit traf er es gut auf den Punkt: Das engagierte Reutlinger Team stellte einmal mehr ein liebevoll organisiertes Finale des Nürnberger Burg-Pokals auf die Beine.
Alle Junioren überzeugten mit bestem Sitz und viel Übersicht, was für eine gute (baden-württembergische) Nachwuchsarbeit spricht. Schlussendlich setzte sich die Führende der Qualifikationen, Allegra Hüttig, an die Spitze. Im Sattel ihres erst achtjährigen Wallachs Impala VIP zu 70,2 Prozent.
Hinter Hüttig zeigte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, oder besser gesagt, wurde die silberne Schleife gleich an zwei talentierte Nachwuchsreiterinnen vergeben: Lara Theis (RFV Münchingen) und FBW Felipe und Nina Bäuerle (RC Badhof Bad Boll) mit Faithful Hope punkteten sich beide zu 69,3 Prozent. Erstere wusste mit einer sehr konzentrierten Runde zu überzeugen, wobei die Highlights sicherlich in den toll ins Bergauf gesprungenen Galoppwechseln lagen. Nina Bäuerle überzeugte mit einer äußerst gleichmäßigen und schwungvollen Runde. Gleich zum Prüfungsauftakt hatte Emilia Cali Balabanic (RV Mannheim) mit Daymax mit glatt 69 Prozent eine erste Messlatte gelegt. Lukas Bernhard (RFV Heuchlingen) mit Dibelius (65,8 Prozent), Greta Grill (LPSV Donzdorf Alb/Fils) mit Que Sera G (64,8 Prozent) und Hanna Käppler (RFV Öhringen) mit Vitasprint (61,5 Prozent) komplettierten die Platzierung.
Greta Grill wurde für das beste Abreiten ausgezeichnet.
Quelle: Reiterjournal
Young Talent Tour 2025
von Miriam Abel
Nach den Wertungsturnieren in Winterlingen und Balingen steht fest, wer die Young Talent Tour 2025 gewonnen hat. Punktgleich auf dem ersten Platz beenden Jasmin Emmanuelle Fetzer (RFV Rottweil) und Kaya Wehrle (RC Schoren-Engen) die Young Talent Tour 2025 und sind somit die "Young Talents 2025".
Die drei Besten, dies sind die beiden Siegerinnen sowie Louisa Reisch, dürfen beim Lehrgang von Sebastian Heinze im Frühjahr 2026 in Pforzheim teilnehmen.
Ein besonderer Dank geht an Nicole Porsch, die für die Nachwuchsreiter/innen erneut die Young Talents Tour ermöglicht und federführend organisiert hat.


